Die Leistungs- und Motivationskurve der „Isbäre-Fussballer ab 32 Jahre“ kann in der Vorrunde der Saison 2005/2006 in drei Dritteln aufgeteilt werden:

Das erste Drittel begann mit einer 4:3 Niederlage in Zwingen, es folgte die Unentschieden-Serie mit einem 4:4 gegen die „Stars von Black“, die Punkteteilung in Laufen (3:3) und einem 3:3 gegen den aktuellen Tabellenführer Ettingen unserer Gruppe 2 Promotion kann aufgrund der engen Personaldecke als Erfolg bezeichnet werden. Unsere Auftaktniederlage gegen Zwingen fand noch im Sommerferienmonat August statt. Mit dem letzten Aufgebot (ein herzliches Dankeschön an die beiden Herren des Fussballs im fortgeschrittenen Alterstadium) traten wir die Reise ins Laufental an. Das Spiel wurde von beiden Seiten sehr intensiv geführt und in der Endabrechnung gewann das Team mit der besseren Sehschärfe………(die letzte Viertelstunde kann bezüglich der Sicht mit dem „Morgenstraich“ kurz vor 04h00 Uhr verglichen werden). In unserem zweiten Spiel sah unsere gegnerische Mannschaft, die „Schwarzen Stars“, mit einer 2:0 Führung nach 20 Minuten wie der sichere Sieger aus. Wir schnürten nochmals die Schuhe ein bisschen enger und das Endergebnis war ein verdienter Punkt aus dem Hexenkessel „Black-Star-Matte“. Das Spiel gegen Laufen endete mit einem leistungsgerechten 3:3. Das Auffallendste dieser Begegnung war, dass die Stärken beider Mannschaften in der Offensivabteilung zu suchen waren. Beim nächsten Spiel gegen den FC Ettingen lagen die Eisbären ebenfalls fünf Minuten vor Schluss 1:3 im Rückstand. Ein Anschlusstor von unserer Gazelle Knüppel verhalf uns wieder ins Spiel zurückzufinden. Mario, mit einer Eleganz einer russischen Ballettkönigin, kurvte kurz vor Schlusspfiff, um zwei gegnerische Verteidiger und erzielte das vielumjubelte 3:3.

Das zweite Drittel der Vorrunde verlief, mit Niederlagen gegen Alkar 1:4, „Zweiter Sieger“ gegen die „Wäldler aus Rieder“ mit 2:4 und der Kanterniederlage auf dem Joggeli gegen Concordia mit 1:7 (ist bezüglich der Resultate bereits selbstsprechend), katastrophal. Die Gründe, warum wir diese Serie von Niederlagen hinnehmen mussten, wurden teamintern in den Trainingskatakomben ausdiskutiert und ist nicht Inhalt dieses Vorrundenberichtes. Ein kleiner Vorschlag bezüglich der zukünftigen Auswärtsspiele gegen Alkar habe ich dennoch an den Präsidenten zu richten:

„Während meiner Eisbärenkarriere habe ich aus der „Zivilschutzanlage Pfaffenholz“ ausser müde Beine und dreckiges Schuhmaterial noch nie etwas zählbares nach Hause nehmen können. Man darf davon ausgehen, dass der FC Alkar und Basel-Nord keine Auf- und/oder Abstiegskandidaten sind und somit nächstes Jahr wieder aufeinandertreffen werden. Aus diesem Grund schlage ich vor, dass wir die zukünftigen Auswärtsspiele gegen den FC Alkar (eine absolut faire Mannschaft wohlverstanden) ein bisschen geselliger gestalten können. Falls die Begegnung im Winter stattfinden würde, wäre doch ein Fondueplausch im Schofeck genau das Richtige. Ich finanziere das Fondue, der Weisswein wäre ein Thema für die Mannschaftskasse. Bei einem allfälligen Aufeinandertreffen im Sommer, wäre eine „Wurscht brödlete“ im Wald eine Alternative. Das geforderte Budget für diesen Event wäre natürlich viel kleiner und könnte von den nicht erhaltenen gelben Karten gegen den FC Alkar finanziert werden.“Im letzte Drittel der Vorrunde, mit dem Auswärtssieg gegen Grischuna 3:0 und dem Heimsieg gegen Breitenbach 4:2, fand das Eisbärenteam wieder zu ihrer gewohnten Kampf- und Willensstärke zurück. Mit dem letzten Aufgebot in der Tasche reiste unser Trainer ins Stadion Bachgraben. Nach einer starken Druckperiode der Gastgeber zu Beginn des Spiels, welche nur dank unserem Goali Andy (an diesem Tag in Super League-Form) schadlos überstanden werden konnte, fanden wir immer besser ins Spiel. Unsere gut vorgetragenen Konter fanden schlussendlich drei Mal den Erfolg. Nachdem Sieg gegen Grischuna traten wir voller Selbstvertrauen gegen den aktuellen Leader Breitenbach an. Roli Tschopp schickte uns mit einem wunderschönen Freistosstreffer zum 3:2 auf die Siegesstrasse.

Aus meiner Sicht darf die Vorrunde als Erfolg betrachtet werden. Unter dem Begriff „Erfolg“ in einer Seniorenmannschaft dürfen nicht nur die Ergebnisse im Vordergrund stehen. Wir haben es geschafft, in dieser Vorrunde, 3 neue Spieler in unser Team zu integrieren. Während der ganzen Vorrunde war die Anzahl der Trainingsbesucher immer unabhängig von den Resultaten, was heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Auf dem Rasen herrschte trotz unterschiedlichen Leistungen stets Ruhe. Die Kameradschaft stand jederzeit im Vordergrund, was für mich als Captain, es sehr vereinfachte, diese Mannschaft zu führen und zu unterstützen.

Ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft mit einem motivierten Trainer Joe Buld keine Abstiegssorgen haben muss. Mit einem guten Vorbereitungsprogramm und dem Teamgeist der gesamten Vorrunde, sowie der Kampfgeist der letzten beiden Spiele, können wir mit einem Lächeln in die Zukunft blicken………..

Ich wünsche allen Spielern und ihren „Schätzeli’s“ eine schöne Weihnachtszeit und ein guter Start ins neue Jahr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Staldi
(Dänisch Dynamit)